Was schief lief beim Aktionstag „Gleiches Hecht für alle“ im Hechtviertel

Die Hausbesetzung in der Schanzenstraße am Aktionstag „Gleiches Hecht für alle“ am 17. Oktober hat die Belange der bedrohten Mieter*innen aus der Rudolf-Leonhard-Straße, der Buchenstraße und der Stauffenbergallee in den Hintergrund gerückt. Nachrichten über Hausbesetzungen verkaufen sich besser als die Probleme von Mieter*innen. Wir sprachen mit Georg, einem Mieter der Rudolf-Leonhard-Straße 1 über die Situation der Mieter*innen in einem Haus, das das künstlerische und kulturelle Leben im Dresdner Hechtviertel über drei Jahrzehnte geprägt hat.

Foto: Jenz Steiner

Georg lebt in der Rudolf-Leonard-Straße 1 mit seiner Familie. Jenz Steiner sprach mit ihm über den Status quo nach den „Gleiches Hecht für alle“-Aktionstagen.

3 Gedanken zu „Was schief lief beim Aktionstag „Gleiches Hecht für alle“ im Hechtviertel

  • 30. Oktober 2020 um 14:41
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    Puh, ziemlich frustrierender Beitrag. Nicht nur für die Bewohner*innen der Rule 1, auch für mich als Hörendes. Statt sich sinnvoll zusammenschließen, gemeinsam kämpfen, wird gegen die Besetzer*innen gemeckert, von entwendeter „Manpower“ gesprochen (wo ich bei coloradio echt besseren sprachlichen Umgang kenne) und keine Perspektivsuche betrieben. Dass die abgekehrte Aufmerksamkeit durch die Besetzung frustrierend ist, kann ich mir wohl vorstellen, allerdings waren so eventuell auch mehr Menschen im Kiez und sind erreicht worden. Und dass sich Leute bei nem Aktionstag gegen Mietwahnsinn denken, da passt ne Besetzung gut rein, ist für mich äußerst verständlich.

    Tatsächlich find ichs auch schwierig, wenn sich da jahrelang auf anscheinend mündliche Aussagen eines Vermieters verlassen und deswegen auch noch geduckmäusert wurde -bestehende Rechte nicht annehmen und dann den Kauf/Deal noch nicht mal schriftlich haben wirkt schon ziemlich naiv. Es wäre nicht das erste kollektivierte Haus in DD und ich würde mich wundern, wenn andere Menschen mit Erfahrung oder die vom Mietshäusersyndikat an der Stelle nicht gemeckert hätten, so sie denn gefragt wurden.
    Die Situation scheint eh schon zu spät, der Schaden angerichtet und das nach den angegebenen Fakten wohl auch teils selbstverschuldet. Sich dann noch mit den Besetzer*innen quasi zu entsolidarisieren find ich schon ziemlich unterirdisch.

    Nichtsdestotrotz ein interessanter Beitrag, danke.

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  • 31. Oktober 2020 um 14:53
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    Liebe*r icke,

    bevor du anderen Entsolidarisierung vor, würde ich dich bitten, deinen Kommentar nochmal zu lesen und nachzudenken. Vielleicht fällt dir ja was auf.
    Auch lohnt es sich wie ich finde sicher nochmal zu schauen: was war denn das Ziel und Anliegen des Aktionstags? (Spoiler: nicht, den Verlauf der Rule abzuwenden).

    Und ich bitte dich auch, nochmal nachzulesen um was es denn genau ging beim Verkauf der Rule und was gelaufen ist. Das was du schreibst klingt für mich nicht so, als hättest du dir vor dem Schreiben die Mühe gemacht dich zu informieren. Somit liest sich dein Beitrag leider als ziemliche Polemik, die scheinbar zum Ziel hat die Menschen aus der Rule in ein schlechtes Licht zu stellen.
    Und das weil du anderer Meinung bist als der Mensch in dem Beitrag oben? Ernsthaft?!

    Und in diesem Zusammenhang mit Begriffen wie Entsolidarisierung um sich zu schmeißen, finde ich wiederum unterirdisch.

    Grüße

    Antwort
  • 1. November 2020 um 19:36
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    Ich glaube es ist auch sinnvoll in diesem Kontext über verschiedene Aktionslevel und Aktionskonsens zu sprechen. Es ist wahrscheinlich etwas grundlegend anderes über Jahrzehnte Hausprojekte und Hausgemeinschaften am Laufen zu halten und zu pflegen, als für ein paar Tage ein Haus zu besetzen, welches zu keinem Zeitpunkt ein gemeinschaftliches Zuhause dargestellt hat.

    Gibt es denn mehr Hintergründe, Strategien, Ziele die die Besetzer*Innen der Schanzenstraße formuliert haben? Ich glaub ich hätte es auch ziemlich fair gefunden in irgendeiner Art und Weise mit den Leuten von der Rule zu kommunizieren im Vorfeld.

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