Post von Bruce Springsteen

Der Wahlkampf in den USA läuft auf vollen Touren. Peter Rother und Jenz Steiner schauen eine Woche vorm Wahltermin in das Land der mehr oder weniger unbegrenzten Möglichkeiten und rücken einen Künstler in den Mittelpunkt, der die jüngere US-Geschichte über Jahrzehnte begleitet und geprägt hat. Bruce Springsteen hat soeben sein neues Album „Letter To You“ veröffentlicht. Ronald Reagan benutzte in den frühen 1980er Jahren Springsteens Hit „Born in the USA“ als Wahlkampfhymne, zumindest den Refrain. Die Geschichte des verzwefelten Vietnamveterans, der in der US-Gesellschaft keinen Anschluss mehr findet, die in den Strophen erzählt wird, fand in Reagans Wahlkampfhymne damals natürlich keinen Platz.
Bruce Springsteen schrieb mit seinem Konzert in Berlin Weißensee in der DDR auch deutsche Geschichte. Die Cottbusser Band Sandow griff „Born in the USA“ in der Wendezeit auf und traf mit „Born in the GDR“ den Zeitgeist und das Lebensgefühl der Ostdeutschen, die sich über Nacht in einem anderen Land, einem anderen System wiederfanden und nicht nur ihrer Identität, sondern auch ihrer Träume und Utopien beraubt fühlten.

Dazu natürlich wieder lebendige Lyrik, Updates vom Volleyball der Damen in Dresden, Kulturtipps in Zeiten der zweiten Corona-Welle und wichtige Hinweise für Aphasikerinnen in Sachsen – Am Dienstag, 18 Uhr auf coloRadio.

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