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Magenschmerzen beim Thema Pressefreiheit in Deutschland

55 Angriffe auf Medienschaffende und Redaktionen im vergangenen Jahr sind 55 zu viel. Der aktuelle Nahaufnahme-Report zur Lage der Pressefreiheit in Deutschland der Organisation Reporter ohne Grenzen, zeigt offen und unverblümt, was hier gerade im Argen liegt. Diffamierungen und Delegitimierungen von Journalist*innen sind inzwischen Alltag geworden. Besonders gefährdet sind die Journalist*innen, die direkt von Demonstrationen berichten.

Für Freie Radios gibt es noch andere Problemlagen. Etwa die schwindende Reichweite durch die Verdrängung von UKW-Frequenzen wie in Berlin und Brandenburg seit dem Jahreswechsel.
Politische Angriffe von rechtsextremen Politiker*innen, wie sie unser Schwesterradio Corax in Halle / Saale kürzlich erleben musste, schwindende institutionelle Förderungen, Spam-Attacken auf Websites und Social Media-Seiten sind Faktoren, die die eigentliche Arbeit Freier Radios massiv erschweren.

Hinzu kommen unsichtbare Bedrohungen von staatlicher Seite wie der Einsatz von sogenannten Staatstrojanern, die Online-Aktivitäten aufzeichnen und an die Polizei übermitteln.
Pressefreiheit ist und bleibt ein hart erkämpftes und kostbares Gut.
Freie Radios geben auch Menschen eine Lobby, die sonst keinen Zugang zu Medien als Medienmachende haben. Sie sind besonders schützenswert.
Wie kannst Du Freie Radios unterstützen? Selbst zum Sendungsmachenden werden und Dein Community Radio vor der eigenen Haustür mit Leben füllen oder Fördermitglied werden – das wären erste Schritte in die richtige Richtung.