{"id":833,"date":"2019-06-06T02:06:14","date_gmt":"2019-06-06T00:06:14","guid":{"rendered":"https:\/\/coloradio.org\/?p=833"},"modified":"2019-06-06T02:06:20","modified_gmt":"2019-06-06T00:06:20","slug":"mieterbund-fordert-grundrecht-auf-wohnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/coloradio.org\/?p=833","title":{"rendered":"Mieterbund fordert Grundrecht auf Wohnen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1723\" height=\"1292\" src=\"https:\/\/coloradio.org\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Berlin-Mieten-einfrieren.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-834\"\/><figcaption>Berlin will mit einem neuen Gesetz Mieten f\u00fcr f\u00fcnf Jahre einfrieren. Foto: Jenz Steiner (cc)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> Obdachlosigkeit, steigende Mieten und Wohnungsnot sind sehr offensichtliche Indikatoren f\u00fcr das Verschwinden des Sozialstaats.\u00a0<br>Gerade in Gro\u00dfst\u00e4dten muss man das beobachten.\u00a0<br>Der Deutsche Mieterbund fordert nun von der Bundesregierung eine radikale Wende in der Wohnungs- und Mietenpolitik.\u00a0<br>Das <strong>Recht auf Wohnen<\/strong> solle nach Vorstellungen des Mieterbundes als neuer Artikel 14a ins Grundgesetz der Bundesrepublik kommen.\u00a0<br>Revolution\u00e4r w\u00e4re das nicht. Einige Bundesl\u00e4nder haben das Recht auf Wohnen bereits in ihren Landesverfassungen verankert. Es w\u00e4re aber auf jeden Fall ein klares Zeichen pro Sozialstaat.\u00a0<br><br>Der Pr\u00e4sident des Deutschen Mieterbundes Franz-Georg Rips warnte am Mittwoch in der Bundespressekonferenz vor einem Zerfall der Gesellschaft, wenn in der Politik auf Phrasen keine Handlungen folgen.\u00a0<br>Zum 1. Januar 2020 wird zwar das <strong>Wohngeld erh\u00f6ht<\/strong>.\u00a0Davon profitieren insgesamt 60.000 Haushalte, doch ausreichen w\u00fcrde das nicht, betonte der Mieterbund-Pr\u00e4sident.\u00a0<br><br>Besonders besorgniserregend ist die Situation in Berlin.\u00a0Dort hat die Senatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung und Wohnen jetzt gehandelt\u00a0und ein Eckpunkte-Papier f\u00fcr ein Berliner Mietengesetz erarbeitet.\u00a0Das neue Gesetz soll die heutigen <strong>Mieten f\u00fcr f\u00fcnf Jahre einfrieren<\/strong>.\u00a0Berlin will dann \u00fcberh\u00f6hte Mieten angemessen senken,\u00a0<br>wenn ein neuer Mieter in eine \u00fcberteuerte Wohnung einzieht.\u00a0<br>Die Stadt will auch pr\u00fcfen, wer jetzt schon mit laufendem Vertrag zu viel Bestandsmiete zahlt.\u00a0Ob so ein Mietendeckel ab 2020 auch juristisch funktioniert, ist jetzt noch nicht abzusehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Definitiv wird ein neues Berliner Mietengesetz den Juristinnen und Juristen nach Verabschiedung im Landesparlament viel Arbeit generieren.\u00a0<br>Fakt ist, dass ein Einfrieren von Mieten allein weder Wohnungsnot schm\u00e4lert noch obdachlos gewordenen Menschen eine neue Bleibe verschafft.\u00a0 <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/www.freie-radios.net\/mp3\/20190606-deutschermie-95731.mp3\"><\/audio><figcaption>Eingefrorene Mieten bringen obdachlos gewordene Menschen nicht in ihre Wohnungen zur\u00fcck. Dennoch ist es Zeit f\u00fcr ein neues Mietengesetz in Berlin.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"[Download] (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.freie-radios.net\/mp3\/20190606-deutschermie-95731.mp3?dl=1\" target=\"_blank\">[Download]<\/a> des Beitrags als MP3<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obdachlosigkeit, steigende Mieten und Wohnungsnot sind sehr offensichtliche Indikatoren f\u00fcr das Verschwinden des Sozialstaats.\u00a0Gerade in Gro\u00dfst\u00e4dten muss man das beobachten.\u00a0Der Deutsche Mieterbund fordert nun von der Bundesregierung eine radikale Wende in der Wohnungs- und Mietenpolitik.\u00a0Das Recht auf Wohnen solle nach Vorstellungen des Mieterbundes als neuer Artikel 14a ins Grundgesetz der Bundesrepublik kommen.\u00a0Revolution\u00e4r w\u00e4re das nicht. 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