„Die Freiheit kommt unbekleidet“
Dieser Satz aus dem Gedicht des berühmten russischen Dichters Welimir Chlebnikow (1885-1922) beschreibt unverschönend die Zeit der Revolution in Russland. Wenn die Kanonen sprechen, dann schweigt die Muse. Das war nicht der Fall im Jahr 1917. Viele Poeten waren auf der Seite der Rebellion und in der blutigen Wendung haben viele inspirierende Themen für ihre Reime entdeckt. Die Lawine, die das ganze Land zum Beben brachte, hat viele Künstler umgebracht, die sich gegen sie gewendet haben. Wie z.B. Nikolaj Gumilev (der Ehemann von Anna Achmatowa), der nach dem kurzen Prozess, erschossen wurde.
Deutsch-russisches Kulturmagazin „Sewernaja Zwezda“ beim „coloRadio“ widmet seine Sendezeit diesem Thema. Auch die Sendung am 22. November in diesen Jahr heißt „Revolution im Spiegel der Poesie“. Sie werden Strophen von Marina Zwetaewa, Alexander Block, Sergej Esenin, Anna Achmatowa, Nikolaj Gumilev, Wladimir Majakowskij auf den Kurzwellen mit Frequenzen auf 98,4 und 99,3 MHz finden. Gute Gelegenheit gibt es für die Poesie-Liebhaber, sie können diesmal sogar auch die Originalaufnahmen der Dichtern des 19. Jahrhunderts (außer M. Zwetaewa) lauschen. Die Qualität ist manchmal sehr dürftig, aber man muss sich dabei im Klare sein, dass die Aufnahmen in der Zeit von 1908 bis 1933 gemacht wurden.
Lebendiger Beweis dafür, dass das Thema „Revolution“ nicht nur in Archiven und Lehrbücher gehört, sind die Gedichte und Texte der Dresdner-Autoren. Die Werke von Andreas Paul, Stefan Seyfarth, Volker Sielaff werden am vierten Sonnabend in November zwischen 20 und 22 Uhr präsentiert werden.

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