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Robert Kurz - Fetischvernunft oder kategoriale Kritik? Teil 1

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Mo 22. September 2008 20:30 bis 21:30

abfallGUT Dresden e.V.: Fetischvernunft oder kategoriale Kritik? (Robert Kurz, EXIT!) Teil 1 - Erster Teil eines Vortrages, den Robert Kurz auf dem Jahresseminar der wertabspaltungskritischen Theoriegruppe EXIT! im Sommer 2008 hielt. In dem Vortrag beschäftigt sich R. Kurz mit der Fetischkonstitution der bürgerlichen Gesellschaft eingehender…

Im Arbeiterbewegungsmarxismus spielte die von Marx im Kapital entworfene Kritik des Fetischismus eine äußerst untergeordnete Rolle, wenn sie denn überhaupt wahrgenommen wurde. Es ist das Verdienst der Wertkritik bzw. der Wertabspaltungskritik die Dimension des Fetischismus für eine Neuformulierung radikaler Kapitalismuskritik fruchtbar gemacht zu haben. Es geht dabei nicht darum, nur einen neuen, bisher unterbelichteten Aspekt in die Kapitalismuskritik einzubringen, vielmehr verbindet sich mit der Thematisierung des Fetischismus ein radikaler Perspektivwechsel für eine emanzipatorische Kapitalismuskritik. Demnach ist das Problem des Fetischismus zentral für das Verständnis des Kapitalismus. Die Thematisierung der Fetischismus-Problematik hat in den letzten Jahren in der Linken ein gewisses Echo ausgelöst. Dabei erfährt jedoch der Begriff des Fetischismus eine derartige Uminterpretation, dass von seinem kritischen Potential meist recht wenig übrig bleibt. Dies dürfte wohl einer der Gründe für die wertabspaltungskritische Theoriegruppe EXIT gewesen sein, sich auf ihrem Jahresseminar im Juni 2008 mit den „Dimensionen des Fetischismus“ eingehender zu beschäftigen.

In den folgenden 2 Sendungen hören wir den Vortrag von Robert Kurz „FETISCHVERNUNFT ODER KATEGORIALE KRITIK?“, in dem er sich mit dem Fetischismus und seiner Bedeutung für eine radikale Kapitalismuskritik beschäftigt. Zunächst versucht Robert Kurz zu klären, was er unter Fetischismus versteht. 2. Teil Mittwoch 22 Uhr

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1 Kommentar ↓

  • 1 Uwe // Sep 24, 2008 at 10:09

    Danke für diese interessante Fortbildung und der guten Anregung zum Weiterdenken. Allerdings bin ich der Meinung, dass einige von Robert Kurz beschriebenen Unterschiede nicht so groß sind. Robert Kurz betrachtet zuerst das Gesamtsystem und zieht daraus Schlussfolgerungen für dessen Teile. Bei der von ihm kritisierten Vorgehensweise werden die Wechselwirkungen zwischen den Teilen betrachtet. Bei einer gründlichen Vorgehensweise müssten beide Methoden die gleichen Ergebnisse liefern. Dass gewisse Mechanismen des Systems gewisse Beschreibungen nahe legen, ist klar. Dass diese Beschreibungen aber diese Mechanismen nur immer besser annähern können und nicht mit ihnen zusammenfallen, ebenfalls. Dass sich die Wirkungsweise des Gesamtsystems nur erkennen lässt, wenn diese Mechanismen nicht als selbstverständlich hingenommen werden, ist auch logisch. Ob dies nun als Methode der Kritik (Robert Kurz) oder als Herunterreißen des Schleiers (von ihm kritisierte Bezeichnung) bezeichnet wird, ist für mich egal. Das waren nur einige Beispiele.

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