CrossMedia-Tour 2013

Wie jedes Jahr gibt es auch dieses eine CrossMedia-Tour. Das ist ein Verbund von medienpädagogischen Aktivitäten, der für jedes Thema kostenlose Kurse für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 25 in den Sommer- und Herbstferien anbietet. Neu sind spezielle Kurse für Kinder von 6-10 mit Angeboten wie Handyclip, Trickfilm, Schrottbasteln, Fotorallye und – Hörgeschichten. Diesen Kurs bietet coloRadio an, er läuft vom 19.-21. August und wird durchgeführt von den (Ex-)coloRadio-Medienpädagog_innen Jana Winter und Kerstin-Kathrin Birn. Dafür sind momentan noch Plätze frei. Achtung! Der Ort des Kurses ist nicht das Radio sondern die Galerie Modul auf der Ehrlichstr. 2!

Mehr dazu: http://www.crossmediatour.de

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SLM verliert Gerichtsprozess gegen coloRadio

Am 13. Juni wurde der seit 3 Jahren anhängige Streit
über die Förderung der Sende- und Leitungskosten für die Verbreitung des
Programmes coloRadio zwischen der Radioinitiative Dresden e.V. und der
Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM)
vor Gericht entschieden. Mit dem Urteil wird die SLM verpflichtet, den
Antrag aus dem Jahr 2009 neu zu bescheiden.
Das Gericht folgte der Auffassung der Klägerin, wonach gerechte
Verfahrensgrundsätze für die Verteilung der Fördermittel an verschiedene
Antragsteller durch die SLM nicht erkennbar seien.

Zum Hintergrund: Seit dem Jahr 2007 sendet coloRadio 49 Stunden in der
Woche auf den Frequenzen 99.3 und 98.4 MHz, auf denen ausserhalb dieser
Zeiten das Programm apollo verbreitet wird. Zunächst wurden entsprechend
eines unter Schirmherrschaft der SLM gefundenen Agreements die
Verbreitungskosten durch die Anbieterin des Programmes apollo mit
finanziert. Diese Übereinkunft, die auch für Radio Blau Leipzig und
Radio T Chemnitz galt, wurde von apollo im Jahr 2010 mit Hinweis auf
finanzielle Schwierigkeiten und das Auslaufen der Vereinbarung
aufgekündigt. Die SLM war in dieser Situation keine große Hilfe für die
Freien Radios in Sachsen. Die schlagartig drastisch verschlechterte
wirtschaftliche Situation hat bisher keines der betroffenen Radios in
die Insolvenz getrieben, bindet aber Energien und Mittel, die die
Radiomacher*Innen lieber in ein gutes Programm stecken würden.

Nun ist die SLM am Zug, über die Aufteilung vorhandener Fördermittel neu
zu entscheiden, was neben den drei genannten Radios noch Radio Mephisto
(Leipzig) und 99drei Radio Mittweida betreffen wird. Auch wenn es sicher
gut ist, die Mittelverteilung etwas gerechter zu gestalten als bisher,
möchten wir festhalten, dass es uns nicht darum geht, den Anderen „etwas
wegzunehmen“.

Die aktuelle Situation der nichtkommerziellen Lokalradios und einiger
lokaler Fernsehprogramme zeigt: Es besteht ein großer Bedarf an
Programmen, die die lokalen Lebenssituationen angemessen in den Blick
nehmen. Das Interesse selbst Medieninhalte zu gestalten wächst.
Gleichwohl können sich solche Programme nicht vermarkten.
Es kann also nicht nur darum gehen, die bei der SLM für solche Zwecke
vorhandenen 35TEUR gerechter zu verteilen. Gemessen am
organisatorischen, technischen und finanziellen Aufwand für ein Radio-
oder Fernsehprogramm sind die Verbreitungskosten eher gering. Nach
unserer Auffassung von Grundversorgung im Rundfunkbereich gehört es
dazu, auch und gerade nichtkommerziellen Anbietern die
Programmverbreitung aus Mitteln der Rundfunkgebühren zu bezahlen. Dies
ist nach Auffassung von Staatskanzlei und SLM im Moment durch das Gesetz
über privaten Rundfunk und neue Medien in Sachsen nicht möglich. Höchste
Zeit also, dass der Gesetzgeber tätig wird, bevor die Vielfalt von von
lokalen Medienangeboten weiter zurückgeht.

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Review zur Diskussion: “Wem gehört die Stadt?” am 13. Juni 2013 im friedrichstadtZentral

Präsentation der Ergebnisse der Stadtratsanfrage zu ungenutzten städtischen Liegenschaften und offene Diskussion - von Marcel Post (NC-BY-ND)*

Diskutierende: Stadtplanungsamt, Sascha Möckel (IG Freiräume, http://freiraum.fueralle.org), Elke Zimmermann (Stadträtin, Grüne), Thomas Löser (Stadtrat,Grüne) und das Publikum

***

Ich bin froh, an dieser Diskussions- & Begegnungsrunde mit ca. 45 Gästen und Rednern, darunter vielen Freiraumaktivisten, teilgenommen zu haben. Hingegangen bin ich mit der wahrscheinlich pessimistischsten Einstellung, die ich den Gästen aber erspart habe. Eine streichzarte Schicht Optimismus-Cheese legt sich nach dem Abend über diese dunkle Einstellung. Gern bin ich bereit, diesem Geschmacksgeber lustvoll nachzugehen, bevor evtl. wieder die pessimistische Sichtweise zum Vorschein kommen muss.

Wir haben in Dresden eine Ist-Situation von doch so einigen verschwindenden oder bedrohten Freiräumen vor uns, während aber zugleich Umzüge und Neuentstehungen passieren. Die Details dazu müsste man sich im genaueren anschauen, um es bewerten zu können. Wir sehen aber zum einen ständige Konflikte der Lautstärke, Bauauflagen oder Rausschmiss wg. Luxussanierung wegen, zugleich eine sich verdichtende Stadt, in der Wohnraum knapp wird, während zugleich 1500 ha an Brachflächen vorliegen. Weiterlesen

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Schlechter Empfang? Abhilfe mit unserer Zimmerantenne.

UKW-Zimmerantenne mit Koaxialstecker, an der Wand zu befestigen (z.B.
mittels Pin oder Nagel), auch mit coloRadioaufkleber erhältlich

Es rauscht im Hintergrund. Wir senden auf 98,4 und 99,3 von Dresden-Gompitz und vom Freitaler Windberg leider nur mit 100 bzw 50 Watt – viel weniger als die anderen Radiosender vom Dresdner Fernsehturm. In den unteren Etagen der Häuser sind wir oft nur schlecht zu empfangen. Damit der Empfang besser wird, gibt es jetzt bei coloRadio UKW-Zimmerantennen. Diese könnt Ihr an Euer Radio stecken, wenn dieses einen Koaxialanschluss hat (siehe Foto). Für eine Antenne würden wir 5 bis 6,-€ Solibeitrag von Euch nehmen – nicht zuletzt, weil wir monatlich mehr als 1000 € UKW-Sende- und Leitungskosten zahlen müssen. Ihr bekommt die Antenne beim Büro- oder Tageskoordinationsdienst Montag bis Freitag 14:00 bis 23:00 Uhr und am Wochenende 12:00 bis 24:00 Uhr bei uns auf der Jordanstraße 5 im Hinterhaus [Stadtplan].

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Transmitter-Umfrage

Liebe Radiohörende,

den Transmitter, das monatliche Programmheft von coloRadio, gibt es nun seit vielen, vielen Jahren – anfangs nur auf Papier und seit geraumer Zeit auch als PDF auf unserer Homepage.

Weil nun aber angeblich alles immer digitaler wird und wir uns nicht sicher sind, ob die gedruckte Version überhaupt gelesen wird, möchten wir gerne wissen, ob wir den Transmitter weiterhin einmal pro Monat drucken und verteilen sollen.

Wenn Ihr Euch an unserer kleinen Umfrage beteiligt, helft Ihr uns, hier etwas mehr Klarheit zu bekommen.

Willst Du den Transmitter weiterhin auf Papier?

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13. Februar ist World Radio Day 2013

Die UNESCO begeht am 13. Februar den Internationalen Tag des Radios. Erst im November 2011 hatte die 36. UNESCO Vollversammlung diesen Tag ins Leben gerufen. Das gewählte Datum geht zurück auf die Gründung des ersten UN Radios am 13. Februar 1946. Der World Radio Day will das Bewusstsein für die Bedeutung des Radios, den Zugang zu Informationen über dieses Medium und die Vernetzung zwischen den Sendern ermöglichen. Für die Vereinten Nationen ist Radio zunächst ein kostengünstiges Medium und speziell geeignet für abgelegene Gemeinden und um gefährdete Menschen zu erreichen: Analphabeten, Behinderte, Frauen, Jugend und arme Menschen. Radio bietet eine Plattform, um in öffentliche Debatten eingreifen zu können, unabhängig vom jeweiligen Bildungsniveau. Darüber hinaus spielt das Radio eine besonders wichtige Rolle bei der Katastrophenhilfe. Trotz des jüngsten Wandel des Rundfunks in der heutigen Zeit der Konvergenz der Medien, mit neuen Technoligien wie z. B. Breitband, Handys und Tablets wird dennoch davon ausgegangen, dass immer noch bis zu einer Milliarde Menschen keinen Zugang zum Radio haben.

Alle Radiomachenden und Hörer_innen sind weltweit aufgerufen sich daran aktiv mit eigenen Produktionen zu beteiligen und im Vorfeld bereits auf diesen Tag hinzuweisen. Das Vorbereitungsteam hat eine Webseite eingerichtet und bittet darum maximal einminütige Audiobeiträge auf http://www.wrd13.com zu veröffentlichen, um sie an diesem Tag auszustrahlen.

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Verleihung des Medienpädagogischen Preises der SLM 2012

Der Medienpädagogische Preis der SLM wurde am 26. November 2012 in unterschiedlichen Kategorien an diverse medienpädagogische Projekte in Sachsen verliehen. In der Kategorie “Bestes vernetztes Medienkompetenzprojekt” gewann die “CrossMedia Tour Dresden 2011“ den mit 1.250 Euro dotierten 1. Platz.

Wer oder was ist  die “CrossMedia Tour”? coloRadio gehört jedenfalls dazu.  Weiterlesen

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“Facing the Unknown” – A Radio Workshop on Being a Stranger.

How does it feel to be a stranger in an unknown environment? In a new city? In a group of new people? In a far away country? Where you don ́t know the language nor cultural habits? What do we need to feel comfortable, to feel familiar? How to get there?

Those days, an international workshop initiated by Brücke-Most-Stiftung takes place at coloRadio’s studios. 14 persons with different origins and backgrounds are working towards a radio show dealing with the issue of strangeness. We are curiously looking forward to Saturday when the result will be broadcasted at 2 pm….

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coloRadio hat Sächsischen Förderpreis für Demokratie 2012 erhalten

Am 9. November wurde der Sächsische Förderpreis für Demokratie 2012 von der Amadeu-Antonio-Stiftung, der Freudenberg-Stiftung und der Sebastian-Cobler-Stiftung im Kurländer Palais in Dresden unter anderem an die Radio-Initiative Dresden e.V. verliehen. Damit wird coloRadio “als Medium demokratischer Selbstorganisation von Zivilgesellschaft, die aufgehört hat, auf Segnungen von oben zu warten”, gewürdigt. Wir freuen uns über diese Anerkennung. Die damit verbundenen 1.000,-€ Preisgeld sind der Radio-Initiative sehr willkommen. Nach wie vor sind monatlich Sende- und Leitungskosten in dieser Größenordnung zu zahlen. Die beiden mit jeweils 5.000,-€ dotierten Hauptpreise des Förderpreises gingen an das Bündnis “Nazifrei! Dresden stellt sich quer” und an den Initiativkreis “Menschen.Würdig” Leipzig. Weitere Preisträger waren das Bündnis “Bunter Brühl” Chemnitz, die Initiative “Bunter Schall als Wiederhall” Vierkirchen (Lausitz), das Fanprojekt Dresden, die Kulturfabrik Hoyerswerda und RAA Hoyerswerda e.V., das Netzwerk für Demokratische Kultur Wurzen, die Soziale und Politische Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna und WIR – Gemeinsam für Zwickau. Wir hoffen, Ihr könnt auch in Zukunft viel von und über diese Initiativen im Programm von coloRadio hören.

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Was ist eigentlich aus dem Problem der Sende- und Leitungskosten geworden?

Ende 2009 mussten wir verkünden, dass coloRadio vor der Gefahr des Abschaltens stand. So war es auch real. Ein Vertrag mit Radio Apollo lief aus. Bis Ende 2009 verpflichtetet sich Radio Apollo im Gegenzug zum Erhalt seiner Frequenz dazu, die Sende- und Leitungskosten für die sächsischen Freien Radios und damit auch für coloRadio zu bezahlen. coloRadio beantragte als Nichtkommerzielles Lokalradio (NKL) die Förderung der Sende- und Leitungskosten durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM). Die SLM lehnte eine Förderung ab, weil sie der Auffassung war, dass die Förderung der Sende- und Leitungskosten von NKLs nicht mit dem sächsischen Medienrecht vereinbar wäre, obwohl wir aus den entsprechenden Gesetzen Gegenteiliges herauslesen. Eine politische Lösung kam bei den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen im Landtag nicht zustande. Juristisch ist der Fall noch nicht geprüft. Er wartet auf Bearbeitung durch das Verwaltungsgericht Dresden.

Seit 2010 zahlt coloRadio seine Sende- und Leitungskosten erstmal selbst, derzeit 1069,38 € im Monat. Möglich wurde dies durch zahlreiche Spender_innen im Rahmen der Spendenkampagne von 5×200. Vielen Dank. Ohne Euch würde es coloRadio nicht mehr geben. Dennoch ist coloRadio aber auf weitere, möglichst regelmäßige Spenden angewiesen. Derzeit haben wir noch ein kleines monatliches Defizit. Würde dies in gleicher Höhe weiterbestehen, wären unsere Ersparnisse im Oktober 2013 aufgebraucht. Es werden also zur sicheren, unabhängigen und langfristigen Weiterexistenz von coloRadio zusätzlich regelmäßige Spenden benötigt..

Neben dem leidigen finanziellen Problem ist hier zu wiederholen, dass coloRadio nicht nur vom Geld allein lebt, sondern auch von seinen Hörer_innen und Mitmacher_innen. Du kannst es also gerne als Einladung verstehen, hier bei Deinem Freien Radio auf unterschiedlichen Ebenen mitzumachen.

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