Pegida demonstrierte diesmal schon am Sonntag (25.1.) in Dresden

Pegida will diesmal schon am Sonntag (25.1.2015) in Dresden demonstrieren. Anlass dafür könnte sein, dass für den kommenden Montag (26.1.) zu viele Gegenaktivitäten angekündigt wurden.

+++ Update 26.1.: +++

Am Sonntag (25.1.) demonstrierten ca. 17.000 Menschen auf der Pegida-Kundgebung auf dem Dresdner Theaterplatz, also erstmals weniger als vor knapp 2 Wochen. Die Gegenkundgebung auf dem angrenzenden Schlossplatz war deutlich kleiner.  Silvio Rösler von Legida erklärte die angeblichen Differenzen zwischen Pegida und Legida für beendet. Außerdem rief Pegida ihre Anhänger dazu auf, am Montag (26.1.) zum Konzert für “Vielfalt, Buntheit und Offenheit” zu kommen. Wir werden gespannt sein, wie Pegidisten auf die kurzen Redebeiträge, unter anderem von Namf und Dresden-Nazifrei, sowie auf eventuelle Sprechchöre wie “Pegida – Rassistenpack…” oder “Refugees are welcome here” reagieren. Das Konzert beginnt 18:00 Uhr auf dem Neumarkt. Dort treten viele prominente Künstler auf. Der Eintritt ist frei.

+++ Ende Update +++

Am vergangenen Montag (19.1.) sind die Pegidakundgebung und alle Gegenkundgebungen wegen einer Terrorwarnung ausgefallen bzw. verboten worden. In einer Sondersitzung des sächsischen Innenausschusses sollen keine weiteren Details zur Terrordrohung genannt worden sein. Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel aus Coswig trat am vergangenen Sonntag (18.1.) in der ARD-Talk-Show bei Günther Jauch auf, wo auch Frank Richter eingeladen war, der der Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung (SLpB) ist. Frank Richter kritisierte in dieser Talkrunde die Neujahrsansprache von Angela Merkel zu Pegida. Am Montag dann hielt Pegida sogar ihre erste Pressekonferenz ab, ausgerechnet in den Räumen der SLpB. Dort sagte der Pegida-Anführer Lutz Bachmann “Ich persönlich habe nicht die Wahrnehmung, dass Fremdenfeinde dabei sind” (bei min 10:09).

Am Rande der Pegida-Pressekonferenz beantwortet CDU-Mitglied und Pegida-Versteher Prof. Werner Patzelt, der auch als Politikwissenschaftler auftritt, zusammen mit Kommunikationswissenschaftler Prof. Wolfgang Donsbach die Fragen zahlreicher Kamerateams zu Pegida. Nach der Pressekonferenz, die den Rassismus der Pegidisten verharmloste, hatte die Facebook-Seite “Anonymous news GermanyScreenshots mit Kommentaren von Lutz Bachmann gepostet, die er im September 2014 auf Facebook geäußert hatte. [siehe auch Bachmanngate] Er bezeichnete Flüchtlinge dort als “Gelumpe, Viehzeug und Dreckspack”. Auch tauchte ein Foto von ihm in Hitlerpose auf. Daraufhin trat Bachmann am Mittwoch (21.1.) vom Vorsitz des Pegida e.V. zurück. Es stellte sich heraus, dass er das auf Anweisung der AfD oder in Absprache mit dieser tat. Letztere hatte versehentlich den Rücktritt Bachmanns schon vor seinen Rücktritt per Pressemitteilung kommentiert. Auf der Pressekonferenz am Montag (19.1.) wollte Pegida nichts zum Verhältnis zur AfD sagen.

Am Mittwoch Abend (21.1.) verkündete Pegida auch, dass sie prüfen, Legida zu verklagen, weil Legida sich nicht an die Vorgaben von Pegida hält. Legida demonstrierte am Mittwoch (21.1.) in Leipzig. Legida-Mitorganisator Jörg Hoyer fiel dort mit einer Rede im Hitler-Style auf. Vergangene Woche, am 12.1., wurde der 20-jährige Flüchtling Khaled Idris Bahray in Dresden-Leubnitz erstochen. Die Polizei schloss anfangs Fremdverschulden aus, gab dann aber bekannt, dass Khaled erstochen wurde. Daraufhin demonstrierten am 14.1. und 17.1. in Dresden Menschen gegen den ansteigenden offenen Rassismus. Am Donnerstag (22.1.) gab die Staatsanwaltschaft Dresden bekannt, dass gegen einen 26-jährigen Mitbewohner von Khaled, der ebenfalls aus Eritrea stammt, Haftbefehl wegen Totschlags erlassen wurde. Am Freitag (23.1.) wurde dann bekannt, dass Pegida bereits am Sonntag (25.1.) 14:30 Uhr in Dresden auf dem Theaterplatz ihre 13. Kundgebung abhalten will. Das Bündnis “Dresden für alle” und Dresden-Nazifrei rufen dazu auf, ab 14:00 Uhr auf dem benachbarten Schlossplatz gegen Pegida zu demonstrieren. Informiert Euch bei Dresden für alle, Dresden Nazifrei, Pegidawatch, Twitter und in den jeweiligen Magazinen Mo-Fr 19:10 bis 20:30 auf coloRadio. Außerdem gibt es Beiträge und Interviews von coloRadio und von anderen Radios zu Pegida zum nachhören.

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23.01.2015 SEPVOID bei RadioAktiv zweipunktnull

„The hardest Fettsack under the sun“ -oder eher „behind the decks“- kracht allein mit seiner Präsenz in die Köpfe der Crowd, als würden die Klitschkos gemeinsam im Ring stehen.

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Kein Pegida-Abendspaziergang am 19.1.

Der Dresdner Polizeipräsident untersagt am 18.01.2015 in einer Allgemeinverfügung wegen Terrorwarnungen für den 19.01. alle öffentlichen Versammlungen unter freien Himmel in Dresden. Damit fällt am 19.1. auch die Pegidakundgebung aus. Weitere Informationen:

Am 19.1. fand die 1. Pressekonferenz von Pegida in den Räumen der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung statt. [Beitrag]

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PEGIDA-Diskussion: “Wir müssen mit den Betroffenen reden.”

Für den 15. Dezember 2014 hatte PEGIDA zum 9. Mal zum Protest gegen “die Islamisierung des Abendlandes” aufgerufen. 15.000 Menschen folgten. 6.000 Leute protestierten gegen PEGIDA am 15.12.. Das Antifa Recherche Team Dresden (ART) analysierte PEGIDA folgendermaßen:
[Link zum Vortrag]

Am 17.12. wurden soziologische Deutungen von PEGIDA diskutiert:
[Link zur Diskussion]

Auf der Kundgebung gegen PEGIDA am 15.12.2014 hat der Sächsische Flüchtlingsrat folgende Rede gehalten:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,
es ist gesellschaftlicher Winter in Deutschland. Seit dem ersten Januar 2014 gab es nach Angaben der Amadeu-Antonio-Stiftung 28 Brandanschläge, 31 Sachbeschädigungen gegen Asylunterkünfte, 34 tätliche Übergriffe oder Körperverletzungen gegen Geflüchtete und 235 Demonstrationen gegen die Unterbringung Asylsuchender in der Bundesrepublik.

Das Resultat vieler ist nun mit Blick auf PEGIDA: wir müssen in einen Dialog treten. Ja, das müssen wir. Wir müssen mit den Betroffenen reden. Das ist zunächst nicht die deutsche Nachbarschaft. Das sind Asylsuchende, die dem Rassismus in der deutschen Gesellschaft ausgesetzt sind. Asylsuchende, die durch eine diskriminierende Gesetzgebung marginalisiert werden. Denen Grundrechte, wie das Recht auf Bewegungsfreiheit oder Gleichbehandlung bei der medizinischen Versorgung verwehrt werden. Weiterlesen

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“Wege des Glücks” – Deutsch-Ukrainischer Radioworkshop

IMG_2241Vom 1. bis 6. Dezember hat bei coloRadio ein deutsch-ukrainischer Radioworkshop in Kooperation mit der DJO – der Deutschen Jugend für Europa – stattgefunden. Junge Erwachsene aus der Ukraine und von hier haben sich auf der psychologischen und philosophischen Ebene wie auch von der Ebene der Alltagserfahrungen  der Erfahrung von  “Glück” angenähert. Es entstanden Umfragen in der Neustadt über das subjektive Glücksempfinden der Menschen, Soundcollagen, Hörspiele, gebaute Beiträge und Interviews mit Expert_innen. Ergebnis ist die tolle Lifesendung “Wege des Glücks” mit künstlerischen und informativen Beiträgen in ukrainisch, deutsch und russisch. Sie lief am Sa., dem 6.12. von 14 bis 16 Uhr auf coloRadio und wird am Sa., dem 27.12. von 14 bis 16 Uhr wiederholt.

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RadioAktiv zweipunktnull Sendeschema

--- RA2

Mit brandneuem Konzept strahlen wir jeden 4ten Freitag im Monat
“RadioAktiv zweipunktnull“ im Radio aus.

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experimental// feminism// electronica

Das ist der “zerrspiegel” anlässlich der Cynetart, dem internationalen Festival für computergestützte Kunst im dresdner Festspielhaus Hellerau, mit einer feministischen Perspektive auf elektronische Musik.

Experimental //electronica// feminism by Shannon_Soundquist on Mixcloud

Playlist:
* Ah!Kosmos: “II”
* Jessy Lanza: “5785021” von ihrem album “pull my hair back” Weiterlesen

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Preisträger des internationalen CYNETART-Wettbewerbs gekürt


Download/nachhören Größe: 13,0 MB; Länge: 13:00 min

Am Donnerstagabend (13.11.) war die Eröffnung der 18. CYNETART, dem Festival für computergestützte Kunst in Dresden-Hellerau. Dabei wurden auch die Preisträger des internationalen CYNETART-Wettbewerbes gekürt. Unter den Preisträgern waren Künstler mit musizierenden Papageien und Robotern, mit Ameisen und Videospielen, zur Koexistenz von Mensch und Maschine sowie zum Schnittpunkt von Kunst, Kybernetik, Ökologie, Sprachwissenschaft und Biologie. [zum Artikel]

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Michael Wüstefeld liest unveröffentlichtes aus Ungarn

Michael Wüstefeld, ein vielfach ausgezeichneter Autor aus Dresden Kleinzschachwitz und zur Zeit Stadtschreiber in Rheinsberg (Brandenburg), bekam 2012 ein Aufenthaltsstipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in der ungarischen Großstadt Pécs. Ob dies, was da an Text entstand, im Sinne der Kulturstiftung war, wagen wir hier nicht zu beurteilen, die Tagebuchaufzeichnungen jedoch, die er während des Aufenthaltes niederschrieb, überzeugen durch ihre direkte wie lyrische Sprache. Es ist eine Art Gebrauchsliteratur, die durch klare Beschreibungen und ein unverstelltes Urteilsvermögen glänzt. Die dichte Reisebeschreibung Paris geschenkt (2008) entwickelte bereits diesen prosaischen Sog in der Beschreibung der Ausseralltäglichkeit des Alltäglichen, und übertraf – fast nebenher – den gefeierten Turm von Tellkamp an analytischer Ost-West-Aufarbeitung um Längen. Mit den bislang unveröffentlichten Manuskripten aus Pécs ist es Wüstefeld wiederum gelungen, eine Literaturgeschichte fortzuschreiben, die sich den großen Totalitäten verweigert, sich selbst formiert und informiert und damit eine Wahlverwandschaft mit den Schreibweisen von Friedericke Mayröcker und Thomas Meinecke einzugehen scheint, dessen Vergleich sie nicht zu scheuen braucht.

Aus einer Autorenlesung der Aufzeichnungen aus Pécs, die am 9.Oktober 2014 in der Villa Augustin vom sächsischen Literaturrat veranstaltet wurde, bringt ColoRadio am Samstag, den 15.11. um 18Uhr erstmals eine Tonaufnahme zu Gehör, die auch ein einleitendes Kurzreferat Jens Wonnebergers zum Thema Tagebuch enthält.

Michael Wüstefeld wurde 1951 im Dresdner Tal geboren, studierte Landtechnik an der TU Dresden, 1974 Diplomingenieur, arbeitete bis 1991 als Technologe in einem Dresdner Ingenieurbüro, 1989 Mitbegründer der Unabhängigen Schriftsteller Assoziation Dresden, ab 1993 freiberuflicher Autor und Kritiker, seit 1996 Mitglied im Deutschen P.E.N.-Zentrum.

Auswahl an Werken: Paris geschenkt, Dresden, 2008, Das AnAlphabet, Göttingen, 2007, Schlüsseloper. Ein burleskes Spiel, Libretto für eine Oper (Uraufführung am 2.12.06 im Kleinen Haus Dresden), Blaues Wunder. Dresdens wunderlichste Brücke, Berlin, 2002, Wegzehrung, Gedichte, München, 2001, Schobers Zimmer, Dresden, 1998, Deutsche Anatomie, Dülmen-Hiddingsel, 1996, Nackt hinter der Schutzmaske, Aufbau-Verlag, 1990

http://michaelwuestefeld.blogspot.de

http://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Wonneberger

http://www.literaturhaus-dresden.de/

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Sicherheit vor Freiheit

Bericht von einer typisch konservativen Wahlkampfveranstaltung

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