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LEBENSRAUM KOSOVO/A – 10 JAHRE DANACH - 10 Jahre nach dem Nato-Bombardement. Eineinhalb Jahre nach der Unabhängigkeit. Kosovo/a startet als „gescheiterter Staat“ in eine neue Epoche. Die Folgen des Bombardements von 1999 sind noch immer sichtbar. Die Wirtschaft ist geprägt von Korruption und Massenarbeitslosigkeit. Der neugeborene Staat ist auf der Suche nach seiner eigenen Identität. Kosovo/a ist Lebensraum für 2 Millionen Menschen – zwischen Trümmern und Ipods, Geschichte und Träumen.
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In einer Veranstaltung der Grünen Bildungswerkstatt und der Caritas Tirol gaben Sabine Wartha von der Caritas Wiederaufbauhilfe in Kosovo, Verena Ringler, Presse- und Öffentlichkeitsbeauftragte bei ICO / EU Special Representative in Kosovo und Hannes Hofbauer Autor von „Experiment Kosovo“ Einblick in ihre Beziehungen, Einsätze, Erfahrungen und Erlebnisse in Kosovo.
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In dieser Sendung bringen wir einen Ausschnitt aus der Podiumsdiskussion „Kosovo – Was bringt die Zukunft?“
Kosovo – 10 Jahre danach, was bringt die Zukunft?
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- Sa 11. Februar 2012 16:00 bis 17:00




1 Kommentar ↓
1 Uwe // Feb 9, 2010 at 20:24
Dass die Presse- und Öffentlichkeitsbeauftragte einer Besatzungsbehörde die Lage im Kosovo/a durch eine rosarote Brille sieht, ist verständlich. Das ist ihr Beruf. Glücklicherweise gaben die anderen beiden Diskutierenden Sabine Wartha von der Caritas Wiederaufbauhilfe und der Autor Hannes Hofbauer ein differenzierteres Bild.
Was die historischen Vergleiche betrifft, so erinnert mich vieles an den Anschluss der DDR an die BRD, nur im Kosovo/a noch extremer. Auch bei uns gab es eine nationale Besoffenheit, die für keinerlei rationale Argumente zugänglich war. Auch bei uns haben inzwischen viele eingesehen, dass die Mahner(innen) doch recht hatten. Die Herrschenden verkünden aber weiterhin die großen Erfolge. Dabei beziehen sie sich ebenfalls auf die verbesserte Infrastruktur und das bessere äußere Erscheinungsbild. Die gewachsenen sozialen Probleme werden ignoriert. Und dass ein Großteil der Industrie dichtgemacht oder vom Westen übernommen wurde, wird von den Herrschenden ebenfalls positiv bewertet. Und natürlich gibt es auch einige, die damals die DDR verlassen haben und uns jetzt die “Segnungen der westlichen Zivilisation” bringen wollen. Dass viele Menschen viel existenziellere Probleme haben und nicht unbedingt auf den neuesten Modeschrei warten, wird von ihnen ignoriert.
Und die Einstellung Spaniens könnte auch damit zusammenhängen, dass sich die baskische und katalanische Bevölkerung nicht auf den Kosovo/a berufen soll. Aber solche Zusammenhänge werden von den Mächtigen ignoriert. Für sie sind nur Personen, nicht gesellschaftliche Zusammenhänge verantwortlich.
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