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Ausfall Lorettas Leselampe – dafür: Mathias Anton – „Tretjakovs Gespenster“ in China

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So 18. Oktober 2009 19:00 bis 20:15
  • Matthias Anton studierte Sinologie und Germanistik in Trier, Hamburg, London und China. Er ist Kurator, Projektemacher, Performer. Mit der geheimagentur Gründete er den Club der Autonomen Astronauten (Hamburg), Bank of Burning Money (Frankfurt), Trick Casino (Zagreb) und Orakel der Goldenen Wochen (Beijing). Aktuelle Forschungsgebiete: Tourismus als Wirtschaftsflucht; gescheiterte Revolutionen; Kunst als Fälschung.
  • Sergej Tretjakov, der mit Eisenstein Theater gemacht hat, den Brecht und Benjamin bewundert haben und der von Stalin umgebracht wurde – dieser Tretjakov hat unter dem schönen Titel Brülle, China! ein Stück geschrieben, in dem es genau um die Missverständnisse und die Rückkopplungen geht, die zum revolutionären Moment führen. Mit Tretjakov lässt sich über Revolutionen reden. Über die Revolution des Theaters, wie auch über die Revolution der Chinesen und über deren Fortsetzung, die „Große Proletarische Kulturrevolution“. Anton spricht in seinem Referat auch über die Idee der Wandzeitung im kommunistischen China. Im Anschluss an das Referat gab es eine Diskussion.

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1 Kommentar ↓

  • 1 Uwe // Nov 27, 2009 at 18:39

    Der Name Sergej Tretjakow sagte mir vorher nichts. Aber den Ansatz, dass sich alle Menschen an politischen Auseinandersetzungen beteiligen sollen und dies nicht einer kleinen Gruppe Mächtiger überlassen werden sollte, teile ich. Dass es dadurch Probleme mit den Mächtigen gibt, wurde in der Sendung sehr gut gezeigt. Ebenfalls verstand ich die Idee der Wandzeitung. Dass es heute da mehr Möglichkeiten gibt, macht diese Idee nicht ungültig. Außerdem wurde verdeutlicht, wie diese Idee während der Kulturrevolution in ihr Gegenteil verkehrt wurde. Ich habe verstanden, dass dies daran liegt, dass weiterhin nach den Kategorien von Herrschaft und Gewalt gehandelt wurde, statt demokratisch nach einer Lösung der Probleme zu suchen.

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